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Johanna Pollen

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Erstgespräch

EU AI Act

Zuletzt geprüft: 5. August 2026

Die KI-Verordnung kommt in Stufen. Hier steht, was heute gilt, worauf Sie achten sollten und was als Nächstes fällig wird — für den Mittelstand, nicht für Konzerne mit Rechtsabteilung.

Gilt seit 02/2025

Verbotene Anwendungen und die Pflicht, KI-Kompetenz zu unterstützen.

Gilt seit 08/2025

Pflichten für große KI-Modelle. Betrifft Anbieter, nicht Anwender.

Neu seit 08/2026

Transparenzpflichten. Der Teil, der die meisten Betriebe wirklich trifft.

Erst ab 12/2027

Hochrisiko-KI — im Juli 2026 um 16 Monate verschoben.

Zuerst klären

Bauen Sie KI — oder nutzen Sie sie?

Diese eine Frage entscheidet, wie viel Sie überhaupt betrifft.

Betreiber · das sind Sie vermutlich

Sie nutzen fertige KI

  • Microsoft 365 mit Copilot
  • ChatGPT im Arbeitsalltag
  • KI-Funktionen im CRM oder Bewerbermanagement

Deutlich weniger Pflichten. Der größere Teil der Verordnung richtet sich an Anbieter.

Anbieter

Sie entwickeln und verkaufen KI

  • Eigenes KI-System unter eigenem Namen am Markt
  • Zugekaufte KI, wesentlich verändert
  • Fremdes System, unter Ihrer Marke angeboten

Volle Pflichten. Hier lohnt eine genaue Prüfung.

Achtung

Wenn Sie einen zugekauften Chatbot als „Ihren“ Assistenten auf die Website stellen, können Sie zum Anbieter werden — mit allen Pflichten.

01 — Bestandsaufnahme

Was bereits gilt

Seit 2. Februar 2025 · Verbote

Verboten sind unter anderem: Menschen nach Sozialverhalten bewerten, Emotionserkennung am Arbeitsplatz, biometrische Kategorisierung nach sensiblen Merkmalen.

Das heißt für Sie

Meist kein Thema. Vorsicht nur bei Software, die „Stimmung im Team misst“ oder Bewerbungsvideos automatisch auswertet.

Seit 2. Februar 2025 · KI-Kompetenz (Artikel 4)

Wer KI einsetzt, muss Maßnahmen ergreifen, um die KI-Kompetenz der Mitarbeitenden zu unterstützen. Der Digital Omnibus hat den Wortlaut im Juli 2026 präzisiert: verlangt wird ein nachvollziehbares Bemühen, kein garantiertes Kompetenzniveau. Die Pflicht selbst wurde weder gestrichen noch verschoben.

Die Anbieter und Betreiber von KI-Systemen ergreifen Maßnahmen, um die Entwicklung der KI-Kompetenz ihres Personals … zu unterstützen … Diese Verpflichtung verpflichtet Anbieter oder Betreiber nicht, für irgendeine Person ein bestimmtes Niveau an KI-Kompetenz zu garantieren.

Artikel 4 KI-Verordnung in der Fassung der Verordnung (EU) 2026/1744

Das heißt für Sie

Sie müssen etwas tun — und zeigen können, dass Sie es getan haben: dokumentierte Einweisung, eine schriftliche Regel, ein Teilnahmenachweis. Gilt ab dem ersten Mitarbeitenden, unabhängig von der Unternehmensgröße.

Unabhängig vom Gesetz gilt ohnehin: Wer Kundendaten in ein Chatfenster kopiert, hat ein Datenschutzproblem. Und KI, die niemand sicher bedienen kann, bringt keinen Nutzen.

Seit 2. August 2025 · Große KI-Modelle

Das heißt für Sie

Nichts. Diese Pflichten treffen OpenAI, Anthropic und Google — nicht Sie als Anwender.

Neu seit 2. August 2026

Transparenz — was Sie kennzeichnen müssen

Die Idee dahinter ist einfach: Menschen sollen wissen, wann sie es mit einer Maschine zu tun haben. Die Tabelle zeigt, was das im Alltag bedeutet.

Was Sie einsetzenKennzeichnen?Was zu tun ist
Chatbot oder Sprachassistent auf der WebsiteJaSichtbarer Hinweis im Chatfenster: „Sie chatten mit einem KI-Assistenten.“
Stilisierte KI-Illustration in Broschüre oder WebNein—
Realistisch wirkendes Bild oder Video mit echten Personen oder EreignissenJaAls KI-erzeugt offenlegen — das ist ein Deepfake
Produkttexte, Angebote, NewsletterNein—
Fachbeitrag zu öffentlichen Themen, redaktionell gegengelesenNein—
Fachbeitrag zu öffentlichen Themen, ungeprüft veröffentlichtJaAls KI-erzeugt kennzeichnen
Emotionserkennung oder biometrische EinordnungJaBetroffene Personen informieren

Faustregel

Je echter es aussieht, desto eher kennzeichnen. Welche Stellen das in Ihrem Betrieb betrifft, findet man am schnellsten gemeinsam heraus.

Wer das kontrolliert: In Deutschland ist die Bundesnetzagentur zentrale Marktüberwachungs- und Beschwerdestelle. Das nationale Durchführungsgesetz (KI-MIG) ist seit dem 29. Juli 2026 in Kraft.

02 — Handlung

Was Sie jetzt tun müssen

Vier Aufgaben. Keine davon ist nebenbei erledigt — aber jede ist machbar, wenn klar ist, wie das Ergebnis aussehen muss.

01

Wissen, was läuft

Liste anlegen: Werkzeug, Abteilung, wofür, welche Daten. Erfahrungsgemäß taucht dabei mehr auf als erwartet — vor allem, was Mitarbeitende auf eigene Faust nutzen.

02

Kontaktpunkte kennzeichnen

Chatbot, automatische Antwortmails, Terminassistent, Bildmaterial durchgehen.

03

Regeln aufschreiben

Was darf ins Chatfenster, welche Werkzeuge sind freigegeben, wer entscheidet über neue. Die Regeln müssen zu Ihren Abläufen passen — sonst hält sich niemand daran.

04

Einweisungen festhalten

Wer wurde wann worin eingewiesen — revisionssicher festgehalten. Ohne Nachweis nützt die beste Schulung nichts.

Sie müssen das nicht allein machen

KI-Regeln, Mitarbeiterschulung und die Dokumentation dazu sind genau das, was ich für mittelständische Betriebe mache. Wenn Sie wissen wollen, was bei Ihnen konkret ansteht — und was Sie sich sparen können: Fragen Sie mich.

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03 — Ausblick

Was als Nächstes kommt

DatumWas
2. Dezember 2026Maschinenlesbare Kennzeichnung von KI-Inhalten — Übergangsfrist für ältere Systeme läuft aus
2. August 2027Reallabore der Mitgliedstaaten
2. Dezember 2027Hochrisiko-KI nach Anhang III — verschoben vom 2. August 2026
2. August 2028Hochrisiko-KI in regulierten Produkten

Hochrisiko heißt vor allem: KI in der Personalauswahl, bei Kreditentscheidungen, in Bildung und Prüfung, in kritischer Infrastruktur.

Die eine Falle im Mittelstand

Wer KI im Recruiting einsetzt, um Bewerbungen vorzusortieren oder zu bewerten, landet in der Hochrisiko-Kategorie. Das ist die Anwendung, die hier am häufigsten unbemerkt dazugehört. Dann ist Dezember 2027 Ihr Datum — für Dokumentation und menschliche Aufsicht ist das knapp, nicht großzügig.

Nächster Schritt

Wo Sie anfangen können

Im Erstgespräch klären wir, was auf Ihren Betrieb zutrifft und was nicht — ohne Verkaufsgespräch. Danach wissen Sie, ob Sie KI-Nutzungsregeln, eine Mitarbeiterschulung oder die Dokumentation brauchen. Und ich sage Ihnen auch, wenn nichts davon nötig ist.

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Zu den Schulungen

Grundlage: Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung) in der Fassung der Verordnung (EU) 2026/1744. Diese Seite gibt Orientierung und ist keine Rechtsberatung. Für verbindliche Auskünfte zu Ihrem konkreten Fall wenden Sie sich an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.

Johanna Pollen

KI & Digitalisierung für den Mittelstand — Beratung, Umsetzung, Schulung. Aus München.

© 2026 Johanna Pollen

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+49 1520 9038321

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